Alessandro Pintus in München

01 - Rubedo - Photo by Simona Toncelli
Alessandro Pintus, Rubedo, 2013/ Foto: Simona Toncelli  
















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"kill butoh in order to let butoh be born again"

Vor zwei Tagen kam Alessandro Pintus von Rom nach München auf das Sea.Sons Butoh-Festival und lotet seitdem die Bühne des i-camp mit einem roten Wollknäuel aus. Alessandro Pintus ist Butohtänzer aus Italien, ein tanzender Butohist, Dramatik und Komik in Persona und ein absoluter Performer.

Pintus' Premiere „Rubedo“, die gestern in München uraufgeführt wurde, war ein riesen Erfolg. Die Performance ging länger als geplant, nahm ungeahnte Wendungen und endete schließlich mit einer unerwarteten Brandverletzung des Künstlers an seinem linken Zeigefinger, weil ihm während der Vorstellung die Spucke ausgegangen war. Heute Abend führt er Rubedo erneut im i-camp auf. Angesichts der Tatsache, dass unkontrollierbare Momente im Tanz von Alessandro eine zentrale Rolle einzunehmen scheinen, die unter Umständen auch das Publikum betreffen können, verspricht die Performance heute abend ein einziges Abenteuer zu werden. Wer dieses Ereignis verpasst hat, kann hier als Trost ein Interview lesen, dass ich gestern mit dem Butohisten geführt habe.

deutsche sprache

von Yüksel Pazarkaya*

die ich vorbehaltlos liebe-
die meine zweite heimat ist
die mir mehr zuversicht
die mir mehr geborgenheit
die mir mehr gab als die
die sie angeblich sprechen

Aktueller Bericht aus und zu Düsseldorf

Einen Tag nach den demonstrativen Anstrengungen des 1.Mai mache ich mich in aller Herrgottsfrühe auf den Weg von Frankfurt nach Düsseldorf, in einer Karosse mit schleichendem Motorschaden und einem Geräuschpegel von über 100 Dezibel, übertönt von Mos Def und arabischer Intellektuellenmusik, was weder meinen Blogkollegen Imad Mustafa, noch unseren zivilen Support im Rücksitz großartig zu stören scheint, denn wir sind alle in bester, bester Laune und in Gedanken bereits auf der Nominierungsveranstaltung für den Grimme Online Award.

Migranten, vernetzt euch!


In der aktuellen Hinterland - ein Magazin vom bayerischen Flüchtlingsrat - führt Matthias Weinzierl, Chef des Blattes, ein babylonisches Interview mit mir zum Thema Vernetzung unter Migrant_innen. Ein Gespräch über Tscherkessen in München, vernetzte Identitäten und tolle Spielwiesen.
Hier geht's zum online-Text.

Wer die prächtige Printausgabe des Magazins  in den Händen halten möchte, wende sich an abo@hinterland-magazin.de oder direkt beim Bayerischen Flüchtlingsrat unter: (089) 762234

In eine bessere Zeit gelebt



Immerdar Gedanken vom Besseren, vom Vergangenen, vom Zukünftigen — wie wenig wir doch in der Gegenwart leben, wie wenig wir uns dessen bewusst sind; immerzu sind wir in einer anderen Zeit, einem anderen Raum, nie sind wir bei uns selbst. Vielleicht ist das unser größtes Problem?

21st century democracy

von Jason Koonce


The 'gun fight on Capitol Hill' in America is a sign of the times it seems. On the one hand practically the whole world serves evidence that guns are not the answer. Of course, Americans have never been very receptive to what the world is doing outside of food and fashion, Middle East oil, and German engineering so it's really no surprise. Also, I'm not talking about the fact that any part of the world is free of gun violence either. Just that, rational folks can see that while people are the problem, guns also make it too easy to kill.

Was für ein Theater - Verrücktes Blut




      Wie viele Erfolgs-Kanacken verträgt das Land?       
Text: Hakan Karakaya                          
Foto: Robert Westrich


„Ich bin zwar nicht deiner Meinung, aber ich würde mein Leben dafür geben, damit du sie frei äußern kannst!“. Mit einer unglaublichen Ehrlichkeit und dem geschickten Umgang mit Klischees feierte das Berliner Erfolgsstück „Verrücktes Blut“ von Nurkan Erpulat und Jens Hillje im Theaterhaus Stuttgart am 15. Januar 2013 eine weitere glanzvolle Darbietung. Das Stück wird seit dem 12. Oktober 2012 vom nomadtheatre ensemble unter Regie von Daniel Klumpp aufgeführt. 


Der Theaterunterricht beginnt und die Lehrerin, gespielt von Elif Veyisoğlu, verkündet das Thema des Projekttages.

Do you feel more like a Turk or like a German?



  
Pınar Karabulut* was born in Germany, Mönchengladbach as a child of so called guestworkers. She gave a lecture about acccidental racism, neccessary education and other city stories at the Munich City Lab carried out by SpielART within the framework of the artistic programme GLOBAL CITY - LOCAL CITY. The text and the fotos below were part of her lectureperformance.