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Wie Kohl die Türken abschieben wollte - „Integration“ war 1982 schon ein hinterlistiger Begriff




In Deutschland wird über „Ausländer“ gesprochen, als wären sie Fremdkörper. Britische Regierungsdokumente zeigen, dass Kohl schon 1982 das "Problem" auf seine Weise lösen wollte. Das Wort von der Integration ist damals wie heute der Kampfbegriff schlechthin – er gehört jedoch auf die Müllhalde der Geschichte.

Jilet Ayşe*: Eine Türkin, wie man sie am liebsten mag



Jilet Ayşe

                                          "Bei uns sind Mädchen etwas wertvolles, 
                                            deswegen sperrt man sie zuhause ein. 
                                            Du gibst ihr eine Telefonkarte 
                                            für Notfälle und das war's"




Jilet Ayşe. Quelle: Facebook Jilet Ayse, 2013


Diese Frau vereint noch die Nation. Ich schwör sie verdient das Bundesverdienstkreuz! Diese Frau ist  hammer, sie ist fresh, sie ist fantastisch, genial und gesundheitsfördernd. 
Die Krankenkassen sollten Bonuspunkte vergeben für die Teilnahme an ihrem TV-Seminar. Das ist Prävention und Therapie in einem. Das ist Interkulturelle Fortbildung mit allen Mitteln. Eine Must-Modul für das gesamte Personal unserer Republik. Krankenhäuser, Schulen, Polizeipräsidien, Staatsschutz, Bundestag, Kindergärten, Städte mit einem Überangebot an Weißbrotgesichtern. Zieht euch diese Frau rein und integriert euch. Hier werdet ihr schöner auch ohne Döner. Vergesst Praktika an Hauptschulen, Auslandsaufenthalte, Fremdsprachenkenntnisse. Neben Jilet Ayşe sind das doch alles dämliche Toleranzübungen. Machen wir uns nichts vor.

Do you feel more like a Turk or like a German?



  
Pınar Karabulut* was born in Germany, Mönchengladbach as a child of so called guestworkers. She gave a lecture about acccidental racism, neccessary education and other city stories at the Munich City Lab carried out by SpielART within the framework of the artistic programme GLOBAL CITY - LOCAL CITY. The text and the fotos below were part of her lectureperformance. 



Tscherkessischer Migrationshintergrund inspiriert!


Der Tscherkessische Kulturverein München im Filmfieber
 

Mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung produzieren junge Mitglieder des Tscherkessischen Kulturvereins München-Xase seit einigen Monaten eine Reihe von Kurzfilmen. In den Beiträgen werden Diaspora-Tscherkess_innen aus mehreren Generationen porträtiert. Die Filmemacher sehen das Projekt als Chance, sich mit ihrer Herkunft auseinanderzusetzen und gleichzeitig ein breites Publikum auf die Existenz eines fast vergessenen Volkes aufmerksam machen. Die Ergebnisse sollen im Rahmen eines Filmtages in München gezeigt werden.

Wörterayntoff II


sazburk
würsburk
rosinhaym

ulüm
nürümberk
manhaym

sendigga tör
hasamberk
pasink

gastavuz
bressi
semil
frischtik

loschtiyegart
grangart

arbeistam
finansam
bafikam
gudi notin

firohe vaynah!
firohe ostin!
gudi jahr!



*Danke an alle diejenigen, die mir bei der Suche nach Zutaten für den Wörterayntoff geholfen haben.

Antonio Cosentino in München


Schiffe bauen, damit sie untergehen!“

Der Künstler Antonio Cosentino über die Widersprüche in der Kunst, die Magie der Zeit und das Glück ohne Wecker zu leben. 
 
Letzte Woche kam Antonio Cosentino aus Istanbul nach München und machte sich zusammen mit seinen Künstlerkollegen aus der Türkei und diversen Kunsterzeugnissen in der Galerie Kullukcu breit.  Cosentino ist der armenisch- italienisch- schweizer-türkische Künstler, der seit 2004 immer wieder nach München eingeladen wird, obwohl er kein Wort deutsch spricht.

Bei seiner letzen Ausreise am Münchner Flughafen wurde er in Gewahrsam genommen, weil der Bundesgrenzschutz seinem Kollegen mit Bin-Laden-Bart einen Visadelikt unterstellte. Cosentino ist der Typ, der den jungtürkischen Führer Cemal posthum beim Metzger abgegeben und die Nachbarschaft seines Ateliers in Karaköy verdorben und vor Hunderten von Zuschauern seine Meinung über die verlogene Geschichtsschreibung des türkischen Staates ausgesprochen hat, während die Paramilitärs nur so kochten. Und dann wurde er noch in der Goethestraße 30, München, zum Import-Exportschlager des Jahres 2011 gewählt. 

Um euch darauf aufmerksam zu machen, dass die von Antonio Cosentino kuratierte Ausstellung noch bis Ende Oktober in der Galerie Kullukcu läuft, habe ich Antonio dazu überredet, sich mit mir über Gott und die Welt zu unterhalten. Bei der zweistündigen Autofahrt quer durch München, führten wir das folgende Gespräch.

München goes Gastarbeit

München, Oktober 2011. 
50 Jahre Anwerbeabkommen zwischen Türkiye und Doyçland. Das Programm mit der progressiven Konzeptgestaltung in 2 Sprachen (!) gibt es hier.

Die Türken sagen: Rica ederiz. Ne demek! Sizi rahatsız etmemişizdir inşallah. Ettiysek kusurumuza bakmayın lütfen. Biz de en yakın zamanda sizi bekleriz. Gelin sizde azıcık bizim ülkeyi kalkındırın!  

 

Türken in die Türkenstraße!

Meine Damen und Herren, natürlich wissen wir es: Die Türkenstraße hat nichts mit den hiesigen Türken zu tun, sondern verdankt ihren Namen dem Graben von 1812, den die Kriegsgefangenen aus dem türkischen Krieg ausbuddeln durften.  Das soll uns aber nicht davon abhalten, die Dinge beim Namen zu nennen.

Der Name Türkenstraße weckt immense Erwartungen, bei den Touristen genauso wie bei den Einwohnern und nicht zuletzt bei den Türken  selbst. 
Wie oft sehe ich Menschen auf der Straße, die sich vergeblich nach Türken umsehen, traurige und enttäuschte Gesichter, die sich fragen wo die Türken in der Türkenstraße abgeblieben sind. Hat hier etwa die Gentrifizierung schon gewütet?

Integrier mi am Oasch!

März 2011. Während andere deutsche Städte an einem Integrationskonzept rumbasteln, hat München bereits ihren ersten Integrationsbericht veröffentlicht. Seit wenigen Tagen ist er hier online abrufbar. Viele Statistiken konnte man sich vor einem Jahr schon woanders herholen. Interessanter sind viel mehr die geplanten Maßnahmen für die interkulturelle Öffnung verschiedener Institutionen und Bereiche. Der absolute Renner: Interkulturelle Trainings. Ist klar, die deutsche Sachbearbeiterin muss lernen, die Rülpser der Vietnamesen (Kompliment) und auf den Boden spucken bei türkischen Jugendlichen (Zeichen des Wohlbefindens) richtig zu deuten. Ein paar Jahre Interkulturtraining und die Nation ist integriert, aber total!

Am Himmel, tote Türken

Tausende türkischer Muslime in Deutschland werden nach ihrem Tod in die Heimat überführt und dort bestattet. Wer wickelt die letzte Reise ab? Ich habe den Mann der letzten Stunde einen Tag lang begleitet.

münchner wahrheit:


sogar lederhosen haben sie an,
aber kein wahlrecht!

gebürtige münchner kindl, - mit migrationshintergrund!

preisfrage:
münchen, ist deine politik schwarz?