Palestine 194?

von Imad Mustafa



Diese Woche ist es soweit. Nach über 60 Jahren Vertreibung und Exil und nach über 40 Jahren Besetzung wollen die Palästinenser die Weltgemeinschaft über die Anerkennung ihres Staatsprojekts abstimmen lassen. Ob das Ganze im Rahmen des UN-Sicherheitsrates oder in der Generalversammlung geschehen soll, ist noch nicht klar. Verwirrung gehört zur Taktik der palästinensischen Führung um Präsident Mahmud Abbas.


yanan arabalar nerede?



    
 
      Jugendliche in Rize, 1980. 
     Rize'li gençler.
    Youth in Rize.
    Des Jeunes en Rize.
    فُتُوَّة  





Die Toten von Birmingham


von Imad Mustafa

Haroon Jahan (21), Shazad Ali (30) und Abdul Musavir (31). Das sind die Namen der drei Menschen, die am 10.08.2011 Opfer eines Mordanschlages in Winson Green, einem ärmlichen Viertel von Englands zweitgrößter Stadt Birmingham, wurden.

Sie haben die Namen noch nie gehört? Vielleicht liegt es daran, dass die Rollenverteilung in diesem Fall nicht in die üblichen Schemata von Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit passt, mit denen die hiesigen Mainstreammedien von SPON bis Tagesschau arbeiten. Und auch nicht in das Klischee des arbeitsfaulen Migranten, der marodierend und plündernd durch die Innenstadt zieht.

Heißt demokratisieren entpolitisieren ?

Warum die heutige Demokratie keine ist (yemezler!) und warum Marginalisierte die Hoffnungsträger der Demokratie sind.


Demokratie braucht Unruhen
 
von Tunay Önder


Carlos Santos vias flickR http://www.flickr.com/photos/grury/5300994372/


Im derzeit herrschenden Diskurs über Gesellschaftssysteme wird der „Triumph der Demokratie“ gefeiert. Während die als totalitär bezeichneten Systeme im wahrsten Sinne des Wortes Bankrott gegangen sind, glauben wir an die Fähigkeit und Wirksamkeit der demokratischen Herrschaftsform, die Bedingungen der Gemeinschaft, die Produktion von Reichtum sicherstellen zu können - trotz der weltweiten und anhaltenden Wirtschaftskrise. Die Legitimation der Demokratie wird ihr nicht nur aufgrund des wirtschaftlichen Sieges zugeschrieben. Sie wird gemeinhin erachtet als die gerechteste und beste Herrschaftsform, welche die Volkssouveränität durch ausgeklügelte Ideen der Gewaltenteilung, des Konsens-Prinzips, Mitbestimmung, Pluralismus, öffentliche Meinung in unvergleichbarer Weise gewährleiste.

Teppochaler Migrationshintergrund

Ein Beitrag von Florian France in Zusammenarbeit mit Tee Schuster. Für weitere Irritierungen siehe: http://florianfrance.wordpress.com/

Rassismus tötet, hier und jetzt




Nicht nur anderswo, sondern hier und jetzt, mitten unter uns:
Rassismus tötet
Von Markus Omar Braun

Dass Rassismus tödlich sein kann, ist vielen bekannt, aber immer noch zu wenigen. Dass Rassismus getötet hat, lässt manchen an Auschwitz denken: Stimmt! Es lässt manche an den Völkermord an den Armeniern denken: Stimmt! Es lässt viele Araber aber zu wenige Europäer an Sabra und Schatila denken: Stimmt! Es lässt kaum jemand an die schier endlosen Kriegs- und Kolonialverbrechen fast aller westeuropäischen Staaten in Afrika denken: Warum denn nicht, da es doch stimmt!?

Aufklärende Fragen


"Wer wächst noch da auf, wo er geboren wurde? 
Wer wohnt da, wo er aufgewachsen ist? 
Wer arbeitet da, wo er wohnt? 
Wer wohnt dort, wo seine Vorfahren gelebt haben? 
Und von wem sind die Kinder dieser Epoche, 
vom Fernsehen oder von ihren Eltern?"

 

WANTED


Wer hat diese Migranten-Truppe im Aufzug eines Münchner Hochhauses gesehen? Es handelt sich um ein extrem gefährliches Trio mit grünem Migrationshintergrund. Alle drei tragen Sonnenbrillen, zwei von ihnen haben Bomberjacken an. Nach bisherigen Zeugenaussagen beherrschen alle drei die Kunst der deutschen Sprache. Zeugen werden gebeten sich an das Migrantenstadl zu wenden. Hinweise, die weiterhelfen werden mit einem Dönerteller-Spezial belohnt.




Christy Schwundeck, 19. Mai 2011

Mit dem Namen ALLAHs, des Allerbarmers und Barmherzigen

Tod einer Deutsch-Nigerianerin, im Jahre 7 nach Hartz-IV

Christy Schwundeck, 19. Mai 2011

Von Markus Omar Braun

Christy Schwundeck telefonierte am Morgen des 19. Mai 2011, einem Donnerstag, mit ihrem Ehemann, von dem sie getrennt lebte, und erzählte ihm von ihrer Not: Sie hatte in der Woche zuvor einen Antrag auf Unterstützung beim Jobcenter Frankfurt eingereicht und bisher keine Zahlung erhalten. Auf diese Schilderung hin riet Peter Schwundeck ihr, das Jobcenter aufzusuchen und um einen Vorschuss zu bitten. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Enddreißigerin nur noch wenige Stunden zu leben.

Religiöse Extremisten




Mit Schlagstock, Helm und Wasserwerfer zur Prozession:

Religiöse Extremisten

Von Markus Omar Braun


Woran einer sein Herz hänge, dass sei als sein Gott zu betrachten, gibt uns Martin Luther zu bedenken. Darin ist er sich mit Ibn Taimiyyah, einem weithin bekannten islamischen Theologen aus der Zeit der Mongolenkriege, einig. Der deutsche Spießbürger macht aus der Berechenbarkeit seiner Rente gleichsam sein Idol, seine bevorzugte Lebensvorstellung ist die einer Beamtenkarriere. Daran hängt er, der typische Spießer, sein Herz.