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Heißt demokratisieren entpolitisieren ?

Warum die heutige Demokratie keine ist (yemezler!) und warum Marginalisierte die Hoffnungsträger der Demokratie sind.


Demokratie braucht Unruhen
 
von Tunay Önder


Carlos Santos vias flickR http://www.flickr.com/photos/grury/5300994372/


Im derzeit herrschenden Diskurs über Gesellschaftssysteme wird der „Triumph der Demokratie“ gefeiert. Während die als totalitär bezeichneten Systeme im wahrsten Sinne des Wortes Bankrott gegangen sind, glauben wir an die Fähigkeit und Wirksamkeit der demokratischen Herrschaftsform, die Bedingungen der Gemeinschaft, die Produktion von Reichtum sicherstellen zu können - trotz der weltweiten und anhaltenden Wirtschaftskrise. Die Legitimation der Demokratie wird ihr nicht nur aufgrund des wirtschaftlichen Sieges zugeschrieben. Sie wird gemeinhin erachtet als die gerechteste und beste Herrschaftsform, welche die Volkssouveränität durch ausgeklügelte Ideen der Gewaltenteilung, des Konsens-Prinzips, Mitbestimmung, Pluralismus, öffentliche Meinung in unvergleichbarer Weise gewährleiste.

Rassismus tötet, hier und jetzt




Nicht nur anderswo, sondern hier und jetzt, mitten unter uns:
Rassismus tötet
Von Markus Omar Braun

Dass Rassismus tödlich sein kann, ist vielen bekannt, aber immer noch zu wenigen. Dass Rassismus getötet hat, lässt manchen an Auschwitz denken: Stimmt! Es lässt manche an den Völkermord an den Armeniern denken: Stimmt! Es lässt viele Araber aber zu wenige Europäer an Sabra und Schatila denken: Stimmt! Es lässt kaum jemand an die schier endlosen Kriegs- und Kolonialverbrechen fast aller westeuropäischen Staaten in Afrika denken: Warum denn nicht, da es doch stimmt!?