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In den Medien stinkt es!

Menschen mit Migrationshintergrund machen in Deutschland 20% der Gesamtgesellschaft aus, ihr Anteil unter Journalist*innen ist mit 2% aber extrem unterrepräsentiert. Das stinkt gewaltig nach Rassismus.  In unserem Gespräch mit Dr. Liriam Sponholz*, Rassismus-Expertin und Wissenschaftlerin an der Universität Erfurt, lüften wir mal ordentlich durch.  
Von Tamer Düzyol/ Tunay Önder

Dr. Liriam Sponholz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Rassismus zwischen Konsens, Meinung und Tabu. Die publizistischen Kontroversen um Thilo Sarrazin, Oriana Fallaci und James Watson“ an der Universität Erfurt. 



Migrantenstadl: Frau Dr. Sponholz, bevor wir über Rassismus in den Medien sprechen, können Sie uns erklären, was unter Rassismus zu verstehen ist? 

Dr. Liriam Sponholz: Nach der Definition der UN-Rassendiskriminierungskonvention, auf die ich mich beziehe, ist Rassismus jede auf die Rasse, die Hautfarbe, die Abstammung, dem nationalen Ursprung oder dem Volkstum beruhende Ausschließung. Ziel und gleichzeitig auch Folge davon ist, dass ein gleichberechtigtes Anerkennen in allen möglichen Bereichen des öffentlichen Lebens vereitelt oder beeinträchtigt wird.

Im Folgenden ein sachdienlicher Hinweis zum Zusammenhang zwischen schlechten Mathenoten, Sprachkompetenz und Schulerfolg insbesondere bei Kindern mit Migrationshintergrund

Hauptschule:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 Euro. 
Die Erzeugerkosten betragen 40 Euro. 
Berechne den Gewinn!

Realschule:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 Euro. 
Die Erzeugerkosten betragen 4/5 des Erlöses. 
Wie hoch ist der Gewinn?

Gymnasium:
Ein Agrarökonom verkauft eine Menge subterraner Feldfrüchte für eine Menge Geld (G). G hat die Mächtigkeit 50. Für die Elemente aus G gilt: G ist 1. Die Menge hat die Herstellungskosten (H). H ist um 10 Elemente weniger mächtig als die Menge G. 
Zeichnen sie das Bild der Menge H als die Tilgungsmenge der Menge G und geben sie die Lösung (L) für die Frage an: Wie mächtig ist die Gewinnsumme?



(1. Anmerkung der Red.: Es handelt sich jedesmal um die gleiche Matheaufgabe)
(2. Anmerkung der Red.: wer soll da noch ans Rechnen denken?)
  


Tscherkessischer Migrationshintergrund inspiriert!


Der Tscherkessische Kulturverein München im Filmfieber
 

Mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung produzieren junge Mitglieder des Tscherkessischen Kulturvereins München-Xase seit einigen Monaten eine Reihe von Kurzfilmen. In den Beiträgen werden Diaspora-Tscherkess_innen aus mehreren Generationen porträtiert. Die Filmemacher sehen das Projekt als Chance, sich mit ihrer Herkunft auseinanderzusetzen und gleichzeitig ein breites Publikum auf die Existenz eines fast vergessenen Volkes aufmerksam machen. Die Ergebnisse sollen im Rahmen eines Filmtages in München gezeigt werden.

Teppochaler Migrationshintergrund

Ein Beitrag von Florian France in Zusammenarbeit mit Tee Schuster. Für weitere Irritierungen siehe: http://florianfrance.wordpress.com/