Menschen mit Migrationshintergrund machen in Deutschland 20% der
Gesamtgesellschaft aus, ihr Anteil unter Journalist*innen ist mit 2%
aber extrem unterrepräsentiert. Das stinkt gewaltig nach Rassismus. In unserem Gespräch mit Dr. Liriam Sponholz*, Rassismus-Expertin und
Wissenschaftlerin an der Universität Erfurt, lüften wir mal
ordentlich durch.
Von Tamer Düzyol/ Tunay Önder
Migrantenstadl: Frau Dr. Sponholz, bevor wir über Rassismus in den Medien sprechen, können Sie uns erklären, was unter Rassismus zu verstehen ist?
Dr. Liriam Sponholz: Nach der Definition der UN-Rassendiskriminierungskonvention, auf die ich mich beziehe, ist Rassismus jede auf die Rasse, die Hautfarbe, die Abstammung, dem nationalen Ursprung oder dem Volkstum beruhende Ausschließung. Ziel und gleichzeitig auch Folge davon ist, dass ein gleichberechtigtes Anerkennen in allen möglichen Bereichen des öffentlichen Lebens vereitelt oder beeinträchtigt wird.
Dr. Liriam Sponholz: Nach der Definition der UN-Rassendiskriminierungskonvention, auf die ich mich beziehe, ist Rassismus jede auf die Rasse, die Hautfarbe, die Abstammung, dem nationalen Ursprung oder dem Volkstum beruhende Ausschließung. Ziel und gleichzeitig auch Folge davon ist, dass ein gleichberechtigtes Anerkennen in allen möglichen Bereichen des öffentlichen Lebens vereitelt oder beeinträchtigt wird.