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Traum und Terror. Ein virtuelles Lustspiel



Wenn Stanislav Lem, Jiddu Krishnamurti, Vladimir Sorokin, Albert Camus, Joseph Beuys und diverse andere Denker mit computergenerierten Stimmen aufeinanderstoßen und sich mit flächigem Sound mischen, wenn die Netzhaut mit flimmernden  Videoprojektionen bedeckt wird, wenn klitzekleine Modellbaulandschaften riesengroß an die Wand gestreamt werden, wenn bezähmende Lust am Provozieren, der Hang zum Extremen oder eine tiefe Sehnsucht nach Allmacht spürbar wird, wenn düstere Filmfragmente aus einer dicht besiedelten unterirdischen Stadt in China gezeigt werden

Songs of Gastarbeiter ― Duyduk duymadık demeyin, dinleyin!



Der Berliner Künstler Imran Ayata und der Münchner Künstler Bülent Kullukcu haben bei Trikont eine Compilation herausgebracht, die genau 1 Stunde 5 Minuten und 33 Sekunden durchgehend für Gänsehaut sorgt. 14 Tracks, 2 Remixes, ein herrliches Essay in 8 kleinen feinen Kapitelchen aus der Feder von Imran Ayata und ein glanzvolles Cover. Eine einzigartige Liebeserklärung, eine „Respektnote“ an die Gastarbeiter, an die Musiker unter ihnen und deren Songs, die wir aus den abendlichen Kölün-Radio-Sessions unserer Eltern zu kennen und zu lieben gelernt haben. Die CD ist ein wahres - hin und wieder melancholisches - Vergnügen für alle Sinne. Angefangen mit dem Alpencover, das die Hörer bereits visuell in die bergige Landschaft Anatoliens versetzt, darf man sich neben Cem Karaca, Selda und Gurbetçi Rıza auf weitere Tracks von weniger bekannten aber nicht weniger genialen Musikern freuen.