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Galerie Einwand. Show-Room zur Geschichte und Gegenwart der Migration in München


 
 
Während eines der Gründungsmitglieder des migrantenstadl seine Professur vorbereitet, profiliert sich die andere mit kuratorischer Unruhestiftung im Münchner Stadtmuseum: ------ In der Spielzeit 2021/22 durfte sie die Galerie Einwand kuratieren, also Gastgeberin sein, Freund*innen einladen, andere Sprechweisen kultivieren, Çay trinken, zum Trinken verführen, Texte pressen, Themen setzen, Türsteherin spielen, den ersten Münchner Tee-Turm installieren, putzen, post-/migrantische Erinnerungen kultivieren, Bücher empfehlen, Geschichten sammeln und Menschen versammeln. Ja das macht Spass! Deswegen gibt es auch ein lustiges Video, das in dieser Spielzeit entstanden ist. Eine Ode an die Galerie Einwand, wie es sein sollte, sein könnte, wie es war, wie es sein und wie es gewesen sein wird! Elhamdüllilah! (sprich: Elham didel dudel).
 

Gedächntis der Migrationsgesellschaft - Manuel Gogos @Galerie Einwand München

 

 

 

Dieses sagenhafte Publikation über die Entstehungsgeschichte des DOMID -  Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland war Gegenstand eines Video-Talks mit Manuel Gogos, dem Autor des Buches und Tunay Önder, der temporären, kuratorischen Unruhestifterin am Münchner Stadtmuseum: Galerie Einwand.

Das Buch: ein wichtiges Stück Zeitgeschichte über das Leben in der Bundesrepublik Deutschland, das von Millionen Migrant*innen mitgeprägt wurde. Lange blieb ihre Geschichte ungeschrieben. 1990 begannen die aus der Türkei stammenden Pionier*innen des DOMID – Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e.V. damit, alltagskulturelle Objekte aus der Ära der so genannten Gastarbeiter*innen zusammenzutragen und in Ausstellungen zu präsentieren. Heute umfasst die Sammlung über 150.000 Zeitzeugnisse aus der Migrationsgeschichte Deutschlands seit 1945 bis heute. Unzählige unerzählte Geschichten vielfältiger Migrationen knüpfen sich daran an.

Manuel Gogos ist freier Autor und Ausstellungsmacher. Mehrere Jahre war er Mitarbeiter des DOMID. Sein Buch zeichnet die Geschichte des Vereins nach, der heute davorsteht, seinen lang gehegten Traum zu realisieren: die Gründung eines Migrationsmuseums in Deutschland.

Die Buchbesprechung war eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Einwände" und wurde in der Galerie Einwand aufgezeichnet. Die Reihe "Einwände" ist eine Kooperationsveranstaltung vom Münchner Stadtmuseum und dem Bellevue di Monaco. (Einen auidovisuellen Eindruck zur Galerie Einwand gibt dieser Trailer. Achtung: Ohrwurm-Potential).

Das Buch GEDÄCHTNIS DER MIGRATIONSGESELLSCHAFT ist im Transcript Verlag erschienen und ist im Netz oder im Buchandel erhältlich. Es hat 272 Seiten und enthält viele schöne Bilder und anekdotische Beiträge u.a. von Aurora Rodonó, Bengü Kocatürk-Schuster, Aytaç Eryılmaz. Man muss nur satte 40 Euro dafür blechen. (Ich finde Pionier*innen der Migration und deren Nachkommen sollten Gratisexemplare erhalten!) . Das Buch ist eine absolute Empfehlung des migrantenstadl.


 

 


Çay mal ehrlich - Podcast in der Galerie Einwand

 

Fotocredits: Tuna Familie, München Fotocredits: Tuna Familie, München 

PODCAST „Çay mal ehrlich“ in der Galerie Einwand

Live-Video-Stream am 15.12. 2021 um 19 Uhr

Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums zum Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei, laden das Münchner Stadtmuseum gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Bayern virtuell in die Galerie Einwand zum Live-Podcast ein. Gastgeberinnen sind Şahika Tetik und Hülya Weller, die im Rahmen ihres Podcasts "Çay mal ehrlich" eine Trilogie als Hommage an die türkeistämmigen Arbeiter*innen entworfen haben.

Am 30. Oktober 1961 vereinbarte das Auswärtige Amt in Bonn mit der türkischen Botschaft die zeitlich befristete Entsendung von Arbeitskräften aus der Türkei nach Deutschland. Dieses bilaterale Abkommen prägt bis heute die Gesellschaften in beiden Ländern und die Biografien vieler Familien in Deutschland – auch die der Podcasterinnen. Das Jubiläum ist ein Anlass zu feiern und die Lebensleistung der sog. Gastarbeiter*innen und der Folgegenerationen zu würdigen.

Die Podcastreihe beleuchtet die herausragenden Lebensleistungen und oft schmerzvollen Erfahrungen dieser Menschen und bietet gleichzeitig rechten und rassistischen Narrativen die Stirn.

Der dritte und letzte Teil ihrer Trilogie wird live aus der Galerie EINWAND des Münchner Stadtmuseums gestreamt. In diesem Gespräch werden Şahika Tetik und Hülya Weller zusammen mit Tunay Önder von der Galerie EINWAND über Lebensrealitäten von „Gastarbeiter*innen“ und deren Nachkommen, über Begrifflichkeiten und Perspektiven der Migration diskutieren.

Der erste und zweite Teil dieser Reihe sind jederzeit abrufbar unter https://caymalehrlich.podigee.io/7-trilogie-60-jahre-anwerbeabkommen-teil-1.Sie verhandeln die persönliche Geschichte der Podcasterinnen und die Geschichte jener Frauen, die auf eigene Faust emigriert sind.

 

Der dritte und letzte Teil der Trilogie wird am 15.12.21 um 19 Uhr live aus der Galerie EINWAND gestreamt. Sie gelangen über folgenden Link dorthin: https://www.instagram.com/caymalehrlich/

Der Podcast ist im Anschluss hörbar unter: https://caymalehrlich.podigee.io/
Den Video-Livestream finden Sie im Anschluss auf der Website des Münchner Stadtmuseums, unter der Rubrik Galerie EINWAND.

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In dem Podcast Çay mal ehrlich von Şahika Tetik und Hülya Weller geht es um das Aufwachsen und Leben in zwei Welten, zwei Kulturen und zwei Realitäten - die deutsche und türkische bzw. die österreichische und türkische. Bei einem türkischen Schwarztee (Çay) teilen sie mit der Zuhörer*innenschaft was sie bewegt. Zwei Freundinnen also, die sich reinen Çay einschenken! Mal humorvoll, mal ernst, mal traurig, mal freudig. Aber immer ehrlich!

Idee und Konzept: Şahika Tetik und Hülya Weller 
Produktion, Musik, Technik: Raphael Weller'
Instagram und Facebook: @caymalehrlich
Technische Umsetzung des Live-Streams:

Bauhaus Filmwerkstatt (Sophie Zellner, Sebastian Baumann)