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Alltagskonversationen mit Baris T. (10)

Baris T.: "Meine Schwester lebt in Baden-Württemberg!"

"Wirklich? In Stuttgart!?"

Baris T.: "Nein, ja...ich weiß nicht...also da leben fast nur Türken." 

Drecksarbeit

 

Ich find Iran könnte ja mal Europa bombardieren 

und uns von den Rechtsextremen hier befreien. 

Bissle Drecksarbeit in Europa. August wäre gut. 

Sind alle Kanaken in ihrer Heimat. 

Und wenn sie wieder nach Deutschland kommen, ist alles sauber

 

Anonymer Leserbrief (leichte redaktionelle anpassungen)

Buch des Monats: Mama, darf ich das Deutschlandlied singen*

 

Deutschland im Jahr 2020: In Magdeburg steht der Mörder und Rechtsterrorist von Halle vor Gericht. In Frankfurt am Main muss sich der rechtsradikale Mörder von Walter Lübcke verantworten. Der Rechtsterrorist, der im Frühjahr in Hanau neun Menschen ermordete, entging der Strafverfolgung, indem er sich selbst tötete. Und seit dem Frühjahr wütet eine Pandemie, die eine Melange aus Esoterik*innen, Nazis, Impfgegner*innen und Reichsbürger*innen unter dem Label Querdenker mobilisiert, die auch vor Gewalt gegen Journalist*innen nicht zurückschrecken und ein Ende der „Merkel-Diktatur“ fordern. In diese Gemengelage interveniert die radikale Intellektuelle Esther Dischereit mit ihrem aktuellen Buch „Mama, darf ich das Deutschlandlied singen?“.

Migrantenstadl on the Rocks!

Von Koray Yılmaz-Günay (Berlin)*

ein buch, mit, oder auch ohne knoblauch!
Der kritische Teil der Sozialwissenschaften hat seit einiger Zeit ein Steckenpferd. Er möchte in gewichtigen, aus angelsächsischen Debatten übernommenen Begriffen (»Intersektionalität«, »Interdependenz«) beschreiben, wie Herrschaftsverhältnisse – insbesondere Klassenunterdrückung, Rassismus und Sexismus – zusammenwirken. Dass sozialistische Frauenbewegungen seit bald einhundert Jahren zumindest auf die Verschränkungen von Klassen- und Geschlechterverhältnissen hinweisen, dass von Schwarzen, Romnija, Jüdinnen, ›Behinderten‹ und Migrantinnen spätestens in den 1980er Jahren das Philiströse des bürgerlichen Feminismus kritisiert wurde, der zwar für alle sprechen wollte, dafür aber manche zum Schweigen bringen musste, ist irgendwann in den 1990er Jahren vergessen worden. Eine neue Generation in der Gender- und Queer-Theorie konnte so um die Jahrtausendwende mit ehrlichem Erstaunen entdecken, dass es da offenbar einen grundlegenden Zusammenhang gibt. Dass die Welt sich nicht so einfach in »Wir« und »Die« sortieren lässt.

Merkel - Wolf im Schafspelz

Außen hui, innen pfui. CDU im Tschador.


Es heisst, diese Fotomontage soll Ängste schüren. Mal abgesehen davon, dass dieses Bild von der dämlichsten ARD-Sendung des Jahres in die Welt gesetzt wurde, verstehe ich nicht ganz, warum dieses Bild Ängste schüren soll. Als wären wir im Kindergarten und spielten 'Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann'. Diese Frau wird weiterhin Europa abschotten, Freihandelsabkommen abschließen, Waffenexporte zulassen und Kartoffeln essen. Und der Tschador symbolisiert höchstens die  'Verschleierung' ihrer Politik. Sowas nennt sich Wolf im Schafspelz! Angst sollten daher - wenn überhaupt - die ganzen Flüchtlinge, Marginalisierte und Mehrheimische in Deutschland haben.






Distanziert Euch nicht!




Mit dem stetigen Vormarsch der Miliz ISIS in Syrien und Irak verschärft sich auch hierzulande der Tonfall. Mit Nachdruck fordert die Mehrheitsgesellschaft und solche, die gerne dazugehören würden, immer wieder von hiesigen Muslimen, sich „vom Terrorismus zu distanzieren“. Inhalt, Vehemenz, als auch Häufigkeit dieser Forderung irritieren zutiefst.


Die Schwanzpolizei

FUCK YOU ©

Das Urteil des Kölner Landgerichts geht direkt unter die Gürtellinie: Jungen dürfen seit Dienstag, den 26. Juni 2012 nicht mehr beschnitten werden. Die Richter sind stolz darauf, Menschen, die auf deutschem Territorium leben, vor „dauerhaften Veränderungen“ des Körpers zu schützen. Das ist sehr nett.*

Ankündigung






 Nachdem das Bundesministerium des Inneren (BMI) eine Studie über die "Lebenswelten junger Muslime in Deutschland" herausgebracht hat, wird das Migrantenstadl nun eine ergänzende Studie über "Lebenswelten junger Christen in Deutschland" in Auftrag geben. Wir hoffen darauf, erstaunt feststellen zu dürfen, dass die jungen Christen in Deutschland nicht alle Kinderschänder und Vollrassisten sind. 


Unsere Mitarbeiter_innen Imad Abdallah Hosni al Mustafa und Amira Amor Ben Ali arbeiten derzeit an einer Lösungstrategie, wie mit dem hoffentlich geringen Prozentsatz an christlichen Pädophilen, Islamophoben und Nazis  umgegangen werden kann. Unverzügliche Abschiebungen wären denkbar, um die Innere Sicherheit zu bewahren. Nur wohin?

Insgesamt soll die Studie Aufschluss über die Integrationsbereitschaft der Biodeutschen Bevölkerung geben. Erste Anzeichen deuten darauf hin, dass ein Großteil nicht bereit ist die Sprache der Migrantengruppen zu erlernen. Das Migrantenstadl bietet seit 2 Jahren Integrationskurse für Biodeutsche an. Die Teilnehmerzahlen halten sich besorgniserregend gering. Nach vorsichtigen Schätzungen sind etwa 85%  radikal gegen einen weiteren Spracherwerb.  

Die Ergebnisse der Studie sollen im Frühjahr vorliegen und werden  im Rahmen einer Pressekonferenz veröffentlicht.







Integrasyondiskurs

Mehr Dadaisierung statt Kelekisierung
Eine Replik auf die „Rede zum unmöglichen Theater“ des Autors Wolfram Lotz

Kandur Photography ©   
Değerli arkadaşlar,
Brüder und Schwestern. 
man hat versucht, uns zu erzählen, dass wir deutsch lernen müssen.
Das stimmt, aber wir wollen es nicht!
Man hat versucht, uns zu erzählen, dass wir uns integrieren müssen.
Das stimmt, aber wir wollen es nicht!
Über Jahrzehnte hat man versucht uns zu erzählen, dass wir irgendwann heimkehren müssen. Auch wenn das stimmt, wir wollen es nicht! und selbst wenn, dann müssen das alle anderen auch, denn wir sind nicht die einzigen verdammten Gäste auf dieser verdammten Erde!

Wörterayntoff II


sazburk
würsburk
rosinhaym

ulüm
nürümberk
manhaym

sendigga tör
hasamberk
pasink

gastavuz
bressi
semil
frischtik

loschtiyegart
grangart

arbeistam
finansam
bafikam
gudi notin

firohe vaynah!
firohe ostin!
gudi jahr!



*Danke an alle diejenigen, die mir bei der Suche nach Zutaten für den Wörterayntoff geholfen haben.

Sabine Schiffer im Interview



In der Tageszeitung junge welt erschien am 3. Dezember ein ausführliches Interview mit der Medienwissenschaftlerin Sabine Schiffer vom Nürnberger Institut für Medienverantwortung.

Berichterstatterin für Rassismus, Kinderschänderei und Christentum: Kristina Schröder (mittlerweile: Köhler)

Was mag der Angie bloß durch den Kopf gegangen sein, als sie Kristina Köhler (geb.Schröder) zur Familienministerin gemacht hat? Wohl nur pragmatisches: Eine junge Frau unter den konservativen, männerdominierten Parteigenossen kann nur Gutes bringen.
Die junge Dame hat ihre Karriere als Berichterstatterin der Union für - man achte auf die Wortkombination- "Integration, Islam und Extremismus" im Innenausschuss begonnen. Da bleibt mir nichts anderes übrig als staunend zu fragen, ob ihrer Parteikultur nicht die Themenbereiche "Rassismus, Kinderschänderei und Christentum" näher gelegen hätten.