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Buchempfehlung: Postkoloniale Theorie. Eine kritische Einführung von María do Mar Castro Varela und Nikita Dhawan


 

>>Postkoloniale Studien zählen aktuell zu den einflussreichsten kritischen Interventionen, was angesichts der massiven Effekte des Kolonialismus nicht verwundern kann. Postkoloniale Theorie zielt darauf ab, die verschiedenen Ebenen kolonialer Begegnungen zu analysieren und dabei die sozio-historischen Interdependenzen und Verflechtungen zwischen den Ländern des »Südens« und des »Nordens« herauszuarbeiten. Diese Einführung erschließt das weite Feld postkolonialer Theoriebildung über eine kritische Debatte der Schriften der drei prominentesten postkolonialen Stimmen – Edward Said, Gayatri Spivak und Homi Bhabha.

Die aktualisierte dritte Auflage unterzieht insbesondere die neuen Schriften Spivaks und Bhabhas einer kritischen Würdigung, setzt sich aber auch mit den gegenwärtigen Diskussionen um Globalisierung, Religion, Menschenrechte und Dekolonisierung auseinander. <<

Special Remark: Es gibt ein Kapitel, in dem die beiden Autorinnen auf die Zusammenhänge zwischen dekolonialen Kämpfen und post-/migrantischen Widerstandsbewegungen eingehen. Für alle, die sich mit den un/möglichen Allianzen innerhalb postmigrantischer und postkolonialer Gesellschaften beschäftigen, ein Must-Read.

Kostenpunkt: 25 Euro. Für Transcript-Publikationen ein wahres Schnäppchen. 

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„Friedensprojekt“ Europa: Eine zynische PR-Kampagne

CC by 3.0: Pawel Ryszawa


von Paul Winter*

Von Accra, Bamako bis Kiev, Lampedusa und Tripolis, von 1989 bis heute: Die Realpolitik Europas ist kein „Friedensprojekt“, sondern ein imperiales Vorhaben gekleidet in eine friedenspolitische PR-Kampagne. Pragmatismus und handfeste Eigeninteressen sind seit jeher der wahre rote Faden europäischer Politik.

Am 19. April 2015 ertranken über 800 Flüchtlinge unmittelbar vor den Toren der Festung Europa. Dieses Ereignis ist die (bislang) größte Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer und keinesfalls ein bedauerlicher Einzelfall. Erinnern wir uns zurück: Die Herrschenden Europas übten sich damals im Aufsetzen bestürzter Mienen, sie gaben sich staatstragend in öffentlichen Auftritten und versicherten eine Besserung der Lage. Passiert ist fast nichts.

Vom Gastarbeiterkind zum Reiseadel

Es gibt nichts idiotischeres als Tourist zu sein in Kapstadt. Hier ist man kein Gastarbeiterkind mehr, sondern Angehörige des Reiseadels.

Distanziert Euch nicht!




Mit dem stetigen Vormarsch der Miliz ISIS in Syrien und Irak verschärft sich auch hierzulande der Tonfall. Mit Nachdruck fordert die Mehrheitsgesellschaft und solche, die gerne dazugehören würden, immer wieder von hiesigen Muslimen, sich „vom Terrorismus zu distanzieren“. Inhalt, Vehemenz, als auch Häufigkeit dieser Forderung irritieren zutiefst.


Politischer Islam - Reaktionäre oder emanzipatorische Bewegung?

migratenstadl-Autor Imad hat sich mal wieder auf fremdes Territorium vorgewagt und den Politischen Islam vorgeknöpft. Seine Thesen dazu findet ihr bei der freiheitsliebe.Viel Spaß!