CLINCH Festival in Hannover




Das CLINCH Festival jetzt zum zweiten Mal! Es warten 4 wundervolle Tage auf alle Anwesenden mit unterschiedliche Formaten, Lesungen, Debatten, Performances, Workshops, Auseinandersetzungen, aktivistischen Interventionen und theoretischen Erkenntnissen im Kontext [post]migrantischer und postkolonialer Perspektiven. Werft einen Blick ins Festival-Programm und lasst euch beeindrucken von dem, was die Macherinnen des Festivals -  Miriam Soufi Siavash, Melanie Micudaj und Tini Santo - da alles an schillernden Denkerinnen und Künstlerinnen aufgefahren haben! Zwischem dem 1.11. und dem 4.11. gilt daher: Der  absolute Hotspot befindet sich im Pavillion Hannover direkt hinter dem Hauptbahnhof (Das sind eh immer die besten Orte!). Aber auch an jene, die nicht dazustoßen können, wurde gedacht: Zusammen mit der wunderbaren Nadia Shehadeh von Shehadistan werde ich, Tunay Ö., vier Tage lang auf dem CLINCH-Blog bloggen, bloggen, bloggen und einen Einblick in das Festival aus nächster Nähe geben. Und wer weiß, vielleicht gibt es auch den ein oder anderen CLINCH-Klatsch! Also kommt rum oder klickt euch ein! Es wird Hammer. So oder so.

TRIBUNAL IN MANNHEIM




MMMMM  "WIR MÜSSEN REDEN HADI!"
TRBNL IN MANNHEIM: 22. BIS 25. NOV 2018

 

Nach dem Tribunal ist vor dem Tribunal.
Wir wollen aus der Erfahrung des Tribunals heraus dessen Perspektive weiter bearbeiten, weiter tragen und weiter entwickeln. Ein Tribunal stellt auf diesem Weg einen eigenen zivilgesellschaftlichen Prozess dar. Starke Positionen jenseits zugewiesener Statist*innen Rollen!

Vom 22. bis 25. November 2018 werden die Geschichten der Betroffenen von rassistischer Gewalt werden auch in Baden-Württemberg erzählt und unsere Anklage gegen strukturellen Rassismus weiter geschrieben. 
Also kommt nach MAÑNĤĘÏM!    
                                                                                                                       
Mit u.a.:
Eröffnung in Gedenken an Yeliz Arslan, Ayşe Yılmaz, Bahide Arslan
Realitäten von Vertragsarbeiter*innen, Gastarbeiter*innen, Alltag und Streiks
"Wir holen uns unser Recht zurück" - Entstehung der Bürgerrechtsbewegung der    Sinti und Roma
"Vom Mauerfall bis zur Nagelbombe" - Can Candan und Ibrahim Arslan
Film "Duvalar - Mauern - Walls"
Betroffene ergreifen das Wort
"Fremd im eigenen Land" - Vom Gastarbeiter zum Gangster-Rapper. HipHop, Migration und Empowerment. Gespräche zwischen den Generationen

Einmal Wiesbaden Biennale hin&sürük !










11 TAGE MIGRANTENSTADL

AUF DER WIESBADEN 

BIENNALE 2018.





INTEGRIERT EUCH NICHT 

 - KANAKISIERT EUCH !






"Donnerstagspredigt" von Emine Aslan

Furat Abdulle, Miene Waziri, Imad Mustafa




Boxen ist eine Kunst, die ins Theater gehört. 


Fouad Sinouh, Tunay Önder, Tamer Düzyol, Kirsten Neumann

Imran Ayata & Bülent Kullukcu SONGS OF GASTARBEITER






















Guido Wenzel, Sanna Hübsch, Sherin


Dan Khánh Duyȇn Trn, Harpreet Kaur Cholia, Sina Yang


Ioana Tischkau, Nuray Demir, Furat Abdulle, Dan Khánh Duyȇn Trn

 Christian Mappala, Anita Balidemaj, Pooya 




 Imad Mustafa, Armin Razmpush, Sherin, Tunay Önder, Nadiye Ünsal, Furat Abdulle, Miene Waziri


Westend Talk: Erdal Aslan, Mila Kovacevic, Herbert Cartus


Westend Talk: Abdül Akpınar, Janeck Altshuler

Fiete Aleksander - Datteltäter




 "Feminist Freestyle" von den Hübsch Sistaz

Marc Hill & Tamer Düzyol 

EBOW 

 Koray Yılmaz-Günay, Tunay Önder

 Politische Kunst und Boxen sind seelenverwandt: Beides erfordert eine Form von Besessenheit und Leidenschaft. 

 Die ästhetische Dimension von Boxen ist total unterschätzt. Isso!

Babos

Team El Bakri & Golden Box Gym Wiesbaden. Einfach nur Hammer!

Atdhe, Imad, Cuso, Sina, Sherin, Sanna, Patty 

Esther Dischereit, Tamer Düzyol, Seda Başay-Yıldız, Ferhat Epik

Tunay Önder, Seda Başay- Yıldız, Erdal Aslan

 Karagünlük: Die Tagebücher des Sesperado mit Mutlu Ergün-Hamaz




ESRAP aus Wien 



                        Imad Mustafa, Tuğba Önder, Abdül Yıldız, Şura Görmüş

Von Gastarbeiterkindern zu Gastgebern.
hinter der Bar: Caro, Maryam, Şura, Tamer, Süha






Extra-Ausgabe des Migrantenstadl für die Wiesbaden Biennale ZAYTUNG (12 Seiten,bunt)



(Fotos: Abdül Yıldız, Jeva Griskjane)

Der Dank geht an Maria Magdalena Ludewig, Martin Hammer und das gesamte Team der Biennale, Tilman Hatje, Erdal Aslan, Mensch! Westend, Şura Görmüş, Tamer Düzyol, Tuğba Önder, Nuray Demir, Rachid El Bakri & Golden Box Gym Wiesbaden, Abdül Mütalip Yıldız, Caroline Martin, Maryam, Amina Kaddour-Dugonjic, Süha Çakmak, Martina und Sabine, Peer, Klaus, Steffi, Harry, Mevlana Grill, Harput Restaurant & Bäckerei, Günay Fischrestaurant & Supermarkt, Anton Kaun, den Künstler*innen der Prime Time: Idil Baydar alias Jilet Ayşe, Emine Aslan, Esra und Enes Özmen alias EsRap, Mutlu Ergün-Hamaz, Fiete Aleksander & Datteltäter, Rabih Mroué & friends, Ebru Düzgün alias Ebow,  Bülent Kullukçu & Imran Ayata von Songs of Gastarbeiter, Sanna Hübsch & Khola Maryam Hübsch und den 168 Tischgästen der Tischgespräche: Harpreet Kaur Cholia, Dan Khánh Duyȇn Trn, Sina Yang, Dagat Mera, Constantin Wagner, Koray Yılmaz-Günay, Marc Hill, Saba-Nur Cheema, Efsun Kızılay, Yalız Akbaba, Guido Wenzel, Atdhe M., diaspor.asia podcast, Pooya Shoyaee, Armin Razmpush, Sanna Hübsch, Kafä Kollektiv, Janeck Altshuler, Zoltán Suhajda Aladár, Ines Welge, Kris Kunz, Dirk Vielmeyer, Marco von Marle, Kirsten Neumann, Mila Kovacevic, Abdül Akpınar, Herbert Cartus, Giang Vu, Lina Siri, Christian Mappala, Misbah Arshad, Husamuddin Meyer, Karin Scherschel, Fouad Sinouh, Miene Waziri, Nadiye Ünsal, Ioana Tischkau, Esther Dischereit, Seda Başay-Yıldız, Ferhat Epik, Hendrik Hartemann, Apo von der Wellritzstraße und den 173 Stammbesucher*innen aus Wiesbaden, Ramzi, Isabelle, Mareike und Robert, Ariel, Uğur, Ömer, Kankalar, Ayşe, Fatma, Hayriye. 





Fußnote


# Pure Begeisterung nach 11 Tagen Migrantenstadl auf der Wiesbaden Biennale sthetische Impulse für ein postmigrantisches Gesellschaft gesetzt! #Herrschenden Blick auf Migration, Migrant*innen, Migrantenkinder und Mehrheimische umgekehrt #Rassistische Zuschreibungen zurückgespiegelt #Dominante Narrative über diese Bevölkerungsgruppen gebrochen#Wider jeder Erwartung ist niemand schreiend oder empört davongelaufen. Wow!#Verifiziert: Die Power von Gesellschaftskritik im Kunstkontext hängt davon ab, ob man sich beim Kuratieren klar macht, wer für wen symbolische Güter produziert. Das Migrantenstadl hat die gewohnten Verhältnisse radikal umgekehrt. Und das hat gut funktioniert. #We the People!#Wir werden mit dem Migrantenstadl weiter migrieren!#Danke für die Blumen, Siebdrucke, Musik, Schokolade, Baklava, Tee, Tränen und Liebesbriefe!






NSU - Kein Schlussstrich

Son Söz Söylenmedi - Das letzte Wort wurde nicht gesprochen!



Lektürempfehlung
Das aktuelle inamo-Heft ist erschienen* und sei Allen wärmstens ans Herz gelegt. Die fabelhafte Esther Dischereit und der unübertroffene Norbert Mattes haben für die Redaktion in akribischer Arbeit dutzende Dokumente, Texte, Reden und  Reaktionen auf das unbefriedigende Urteil aus München zusammengetragen und dieses unersetzliche Kompendium zum NSU-Komplex komponiert.
Als Einstieg und Kostprobe sei Euch das Editorial aus der Feder von Esther Dischereit empfohlen.











EDITORIAL

von Esther Dischereit

Für das Schwerpunktthema Institutioneller Rassismus und NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) wurden überwiegend Dokumente zusammengetragen, die entweder nicht veröffentlicht oder bislang nur gekürzt zur Verfügung standen, die verstreut sein und deren Auffinden schwierig sein würde. Es ist eine Arbeit, die mithelfen soll, dass die Spuren des Geschehenen nicht verschwinden und die Stimmen der Zeugen bewahrt werden. Eine Arbeit, die unvollständig bleiben mußte.

Wir bedanken uns bei Abdulkerim Şimşek, Yvonne Boulgarides, Familie Yozgat, Melek Bektaş, Ibrahim Arslan, Faruk Arslan, Osman Taşköprü, bei den Vertreter*innen der Nebenklage Seda Başay-Yıldız, Yavuz Narin, Serkan Altan, Dr. Mehmet Daimagüler, bei der Initiative 6. April Kassel, Forensic Architecture, IG Köln Keupstrasse, dem Tribunal „NSU-Komplex auflösen“, dem Türkischen Bund Berlin-Brandenburg und zahlreichen weiteren Gruppen und Einzelpersonen, die zu dieser Ausgabe beigetragen haben.

Trotz des Aufklärungsversprechens der Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde und wird die Aufklärung behindert, und zwar im wesentlichen wegen des Blockadeverhaltens von Ermittlungs-, Justiz- und Verfassungsschutzbehörden. Der Anspruch der Hinterbliebenen der Opfer und der Überlebenden auf Wahrheit bleibt unerfüllt, während den Ansprüchen von Behörden Vorrang zugestanden wurde. Das Strafverfahren gegen Beate Z. u. a. wegen Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung (NSU) beim Oberlandesgericht brachte dies zum Ausdruck, insbesondere weil sich das Gericht einer Ermittlung des Netzwerks, in dem sich die Mörder bewegt haben und der Untersuchung der Verbindung der Behörden mit diesem Komplex trotz zahlreicher Einwendungen und Hinweise durch die Vertreter*innen der Nebenklage verweigerte.

Zahlreiche Akteure der Zivilgesellschaft haben das vorausgesehen, darauf hingewiesen und institutionellen Rassismus der Behörden kritisiert. So ist beispielsweise deutlich, dass die Betroffenen selbst noch vor Öffentlichwerden des NSU Hinweise auf rechtsterroristische Täter gaben: „Kein 10. Opfer!“. Auch der „Schattenbericht“ an den Antirassismus-Ausschuss der Vereinten Nationen CERD mahnte dringend das Aufklärungsversprechen an und dokumentierte darüberhinaus, dass ein breites Bündnis zur Bekämpfung des Rassismus zustande kommen kann. CERD folgte diesen Ausführungen in wesentlichen Punkten bereits im Jahr 2015.

Mit dem NSU Tribunal, das im Jahre 2017 in Köln stattfand, wurde es möglich, die Stimmen der Betroffenen in einer beeindruckend breiten Öffentlichkeit zu hören. Es wurde auch deutlich, dass die Morde in einer Reihe vorausgegangener Taten gegen Einwander*innen, insbesondere gegen Menschen türkischer Herkunft, standen, wie die mörderischen Anschläge von Mölln, Solingen und an anderen Orten. Wie sie auch in Verbindung zu sehen sind mit der Aktualiät von rassistischen Anschlägen, die darauf gerichtet sind, geflüchtete Menschen zu ermorden. Der gewalttätige Vollzug eines politisch erklärten Willens, in dem die um Asyl nachsuchenden Menschen zu Ballast an den Grenzen der Staaten Europas erklärt werden.

Betroffene und Opfer dieser Verbrechen fanden sich mit den vom NSU Betroffenen zusammen. Ibrahim und Faruk Arslan, Überlebende des Anschlags von Mölln, haben in Köln gesprochen, Melek Bektaş, deren Sohn in Neukölln-Berlin getötet wurde, Break the Silence Die Initiative zum Gedenken an Oury Jalloh und viele andere. Aus den Reihen derjenigen, die gesprochen und zugehört haben, hat sich ein Netzwerk gebildet, das gegenseitige Unterstützung organisiert. Die Geschichte von Menschen ohne Papiere und Menschen, die geflüchtet waren, hatte das NSU Tribunal ebenfalls mitgetragen. Das Tribunal führte nicht nur Anklage gegen die Ermittlungs- und anderen Behörden, sondern verstand sich auch als Raum des Sprechens für Betroffene von rassistischer Gewalt, ein Raum der Klage. Bundesweit war eine antirassistische Sammlungsbewegung entstanden, die sich weiterhin miteinander verständigt und mit der sich Initiativen und Einzelne vernetzen.

Das antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum e.V. (apabiz) in Berlin und die Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e. V. (a.i.d.a.) , beide Organisationen, die Zielgruppe von Observationen durch den Verfassungsschutz unter Linksextremismusverdacht gewesen waren, wurden unentbehrliche Partner, wenn es um Recherche über die Zusammenhänge der Rechtsextremisten geht. Zusammen mit anderen gründeten sie das unabhängige Portal NSU-Watch. Einen unschätzbaren Beitrag leisteten auch jene Menschen, die als Whistleblower entscheidende Hinweise gaben und ihrem Gewissen folgten, ohne Rücksicht darauf, ob sie den Corpsgeist der Beamten verletzen. Die Arnold-Freymuth-Gesellschaft würdigte den Kriminalhauptkommissar Mario Melzer und richtete einen Rechtshilfe-Fonds ein. Ein Beitrag von Chana Dischereit beschäftigt sich mit der rechtlichen Stellung der Whistleblower in Deutschland.

Die Arbeit der parlamentarischen Untersuchungsausschüsse der Länder und des Deutschen Bundestags hat teils mehr ans Licht gebracht als den Verfassungsschutz- und Polizeibehörden wie auch den Staatsanwaltschaften lieb sein kann. Dorothea Marx vertritt in ihrem Beitrag das Gebot demokratischen Handelns als substantiell und nicht verhandelbar. Der Thüringische Landtag hat eine Mit-Verantwortung erkannt und den Opfern Entschädigungsleistungen zuerkannt, wenngleich es sich nur um eine symbolische Geste handeln kann. Der Beschluß liegt vor. Unabhängige Aufklärer*innen, Journalist*innen und Vertreter*innen der Nebenklage wie Dirk Laabs / Stefan Aust, Heike Kleffner, Hajo Funke, Mehmet Daimagüler und Herausgeberin und Autorin Antonia von der Behrens und weitere haben in ihren Publikationen Fragen gestellt, deren Beantwortung nach wie vor aussteht. Die Künstlerin beate maria wörz intervenierte mit Fragen, die im öffentlichen Raum auf Plakatwänden zu sehen waren, im Theater wurde Urteile von Tunay Önder, Christine Umpfenbach, Azar Mortazavi (Hg.) aufgeführt, aus dem Bereich der Literatur wird Esther Dischereits Blumen für Otello. Über die Verbrechen von Jena von Susan Arndt vorgestellt, der Dokumentarfilm von Andreas Maus Der Kuaför aus der Keupstrasse von Irit Neidhart. Weitere wichtige Arbeiten wie das Theaterstück Die Lücke von Nuran Calis würden ebenfalls vorgestellt gehören. Andere Arbeiten wie das Künstlerbuch mit fotografischen Arbeiten von Paula Markert sind in progress und werden demnächst erscheinen.

Die Bewegung zur Aufklärung der Taten des NSU thematisierte die mangelnde Verpflichtung von Polizei und Verfassungsschutz, auch in die Richtung eines rechtsextremistisch begründeten Motivs zu ermitteln und machte zahlreiche rassistische Handlungsweisen der Behörden gegenüber den betroffenen Familien öffentlich. Mit dem Plädoyer von Seda Başay-Yıldız liegt hierüber ein sehr bewegendes Zeugnis vor.

Auch sollte die Diskussion an jenen Orten sichtbar gemacht werden, an denen sich im Zusammenhang der rassistischen Taten Gruppen gebildet haben, die für Aufklärung und Gedenken kämpfen und die die Wahrheit wissen wollen. Hierfür steht stellvertretend die Konzentration auf die Orte Kassel, Köln, Hamburg, Mölln, Dessau.

In den Initiativen versammeln sich Menschen, die die Betroffenen, die Rechte und Anerkennung als gleichberechtigte Bürger*innen einfordern, unterstützen. Während noch Jahre nach dem Bombenanschlag Bedrückung, Angst und Zersetzung die Keupstrasse in Köln beherrschten, veröffentlicht die Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden der Keupstrasse Köln (IG Keupstrasse) umlängst das Statement: „Wir, die Musliminnen und Muslime der Keupstraße, gehören schon lange zu Deutschland, auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen.“

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inamo 94, Sommer 2018, 114 Seiten, 7 € zzgl. Versand (im Dutzend günstiger)
zu bestellen unter: redaktion[at]inamo.de


Der Diaspora Komplex

 

Geschichtsbewusstsein und Identität bei Jugendlichen mit türkeibezogenem Migrationshintergrund der dritten Generation.

 


Buchempfehlung

In Migrationsdiskursen wird die heterogene Bevölkerung mit Zuwanderungsgeschichte als homogene Gruppe unsachlich zusammengefasst. Diversitätskategorien und generationelle Differenzierung bleiben dabei unbeachtet, wodurch gruppenspezifische Einblicke fehlen.

Lale Yildirim hat daher an verschiedenen Schulformen empirisch das Geschichtsbewusstsein und die Identitätskonstruktion autochthoner Schüler_innen sowie Schüler_innen mit türkeibezogenem Migrationshintergrund der dritten Generation erhoben. 

Die transdisziplinäre Studie analysiert den »Diasporakomplex« und das »doppelte semi-historische Bewusstsein« der Jugendlichen und ermöglicht eine Typologie historischer Identitätskonstruktion.





Autorin: Lale Yildirim // Freie Universität Berlin
Preis: 39,99 EUR

Jahr:  Juli 2018 (336 Seiten)
Verlag: Transcript Verlag
ISBN 978-3-8376-4414-2


Paradoxer Zustand -- NSU-Prozess am Ende

Demonstration anlässlich der Urteilsverkündung im NSU-Prozess, München    (Foto: Anton Kaun)







 
"Fünf Jahre nach dem Prozess besteht der merkwürdig-paradoxe Zustand, so vieles über die deutsche Gesellschaft und ihre politischen Verhältnisse herausgefunden zu haben und trotzdem eigentlich nicht weiter zu wissen".  Dieser Satz von Lee Hielscher* erfasst ziemlich genau das, was nun nach der Urteilsverkündung im NSU-Prozess in der Luft liegt.  

Migrantenstadl boxt sich durch


Vom 23.8.2018 bis 2.9.2018 findet die Wiesbaden Biennale, diesmal unter dem Motto BAD NEWS statt. Da darf das Migrantenstadl nicht fehlen! Wir besetzen die Theaterspielstätte Wartburg mit allen Mitteln der Kunst und Kommunikationskultur. Neben gehobenen Gesprächen werden Boxkämpfe augetragen. Es gibt Gebrochene Nasen, Kaviar, Donnerstagspredigt, Rap. Wir werden uns mit unserer Meinung verewigen, und parallel dazu werden die Dinge ihren Lauf nehmen. (um es Mal in den Wortn von Celo&Abdi zu sagen).
Also packt eure Homies ein und kommt dorthin! Wiesbaden geht ab!