von Hannes Hofbauer*
Was
schwirren nicht für Ansätze zur Erklärung des schrecklichen Attentats gegen die
Redaktion des französischen Satireblattes „Charlie Hebdo“ durch die Medien! Die
unterstellten Motive reichen von religiösem Fanatismus über verletzte
Gottesfurcht bis zur gerächten Prophetenlästerung. Im Zentrum der
Aufmerksamkeit stehen dabei die Mohammed-Karikaturen, die das Wochenblatt seit
Jahren publiziert und damit seinen anti-religiösen Charakter unterstreicht. Diese
Karikaturen sollen radikale Muslime zur Untat provoziert haben, die mit ihnen
einhergehende Ehrverletzung des Propheten Mohammed sei gerächt worden, wie es
einer der Mörder laut Zeugin in perfektem Französisch gerufen habe. Für eine
oberflächliche Betrachtung mag eine solche Analyse ausreichen, Hintergründe der
Tat werden damit allerdings nicht erhellt.
