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Deutschenstaat


 

Es heißt Palästina und nicht Palästinenserstaat, heiland zack. Oder lebt Ihr alle in einem Deutschenstaat?

Brief für Gaza

von Imad Mustafa

 

Vorbemerkung: Der folgende Text entstand während des Gaza-Massakers im Sommer 2014. Er lag zwei Jahre in der Schublade, weil er nicht auf diesem Blog veröffentlicht werden konnte, ohne sich selbst der staatsraisonalen Inquisition auszusetzen. Erst 2016, im Zuge der transmedialen Migration des Blogs, wurde er beim Unrast Verlag im Migrantenstadl-Buch veröffentlicht, gut versteckt . Heute muss er wieder veröffentlicht werden. Der Genozid in Palästina lässt für persönliche Erwägungen keinen Raum mehr. Er wird mit wenigen, behutsamen Veränderungen veröffentlicht. From the river to the sea, no war will we see! From the river to the sea, Palestine will be free! 


Was es heißt, als Palästinenser im Exil geboren zu sein und da zu leben, tritt immer dann mit unausweichlicher Vehemenz in unser Bewusstsein, wenn wir für unseren Ungehorsam wie unartige Kinder bestraft werden. Der „Konflikt“ eskaliert, heißt es dann in den internationalen Medien.

Gaza: Destructive Reconstruction

von Stefanie Felsberger*


Shuja’iyeh, an area close to the border zone between Gaza and Israel, which was destroyed during Protective Edge. ©Mark McGuinness
















"Palestinian leader Mahmoud Abbas told a summit in Egypt that cash was ´insufficient´ without a 
politicial solution. Israel, which has been fighting Gaza militants, refuses to allow building materials into Gaza for reconstruction. [...] Hamas [...] was not invited to attend the one-day conference. [...] All but essential supplies are still subject to Israeli blockades at the crossing points into Gaza. Building and raw materials deemed by Israel to be useful to militants as well civilians have been banned." BBC News




This statement seemingly many of the reasons why Gaza has been forced to remain in a state of destruction and devastation since Operation Protective Edge which took place in summer 2014. In reality, the above was written in 2009, after Operation Cast Lead. Sadly, I could have started this text with a similar quote from 2006, 2011, or 2014. In all of these years Israel launched devastating operations against Gaza and its people, leaving death and destruction.

Filmtip: Das Recht der Macht



http://www.gasteig.de/media/uploads/images/kalender/individuell_quergross/8355a31b91753303691e1e092589aed6.jpg
Ein Film von Raanan Alexandrovicz und Liran Atzmor, Israel, 2012
Der Film beginnt mit einer Selbstreferenz: Man sieht, wie das Filmteam in einem großen grünen Raum herumwerkelt und das Setting vorbereitet. Ein paar Männer rücken Holzplatten zurecht, bauen einen Tisch auf, einer putzt die Tischoberfläche gründlich ab, ein anderer fragt, ob man den Stuhl schon aufstellen könne. Die Filmlichter glühen bereits, die Mikrophone hängen. "Das ist der Anfang eines Dokumentarfilms" hört man eine Stimme aus dem Off sprechen. Man sieht nur noch einen Tisch und einen Stuhl, im Hintergrund eine wandgroße Filmprojektion, offensichtlich Archivmaterial.  

Die Stimme aus dem Off fährt fort: "In diesem Film werde ich ein Rechtssystem dokumentieren. Ein System, das die Rechtsstaatlichkeit in den von uns 1967 eroberten Gebieten organisiert. Es ist ein einzigartiges System. Nur wenige Menschen verstehen es in all seinen Facetten. Auch lohnt es sich, für einen Augenblick über den Begriff Gesetz nachzudenken." 

Palästinenser in Jerusalem - Warum sie nicht wählen gehen

Unser Palästinakorrespondent Sobhi Khatib* hat sich Gedanken über den Wahlboykott der Bürgermeisterwahlen Jerusalems durch die Palis gemacht... Obwohl sie sich durch den Boykott das Leben selber schwer machen, ist er ein wichtiges Puzzlestück im friedlichen Kampf gegen die israelische Besatzung. Aber lest selbst! 

von Sobhi Khatib

Jerusalem hinter Gittern

Palestine 194?


Heute stimmt die Weltgemeinschaft über die Aufnahme Palästinas als Beobachterstaat in die Vereinten Nationen ab. Mehr Infos über die Hintergründe dieses Schrittes gibt es hier.

64 Jahre Israel, 64 Jahre Nakba, 64 Jahre Erinnerung


 von imad mustafa

Photos im Text: Alan Gignoux "Homeland Lost"
Der Schlüssel ist für die Palästinenser zum Symbol der Rückkehr in ihre Häuser geworden.

Palestine 194?

von Imad Mustafa



Diese Woche ist es soweit. Nach über 60 Jahren Vertreibung und Exil und nach über 40 Jahren Besetzung wollen die Palästinenser die Weltgemeinschaft über die Anerkennung ihres Staatsprojekts abstimmen lassen. Ob das Ganze im Rahmen des UN-Sicherheitsrates oder in der Generalversammlung geschehen soll, ist noch nicht klar. Verwirrung gehört zur Taktik der palästinensischen Führung um Präsident Mahmud Abbas.


Ungemütliche Verwandtschaft



Pnina Bechor, Tochter einer sephardisch-jüdischen Familien aus Jerusalem verschwindet im Alter von 14 Jahren ohne irgendein Zeichen. Bald stellt sich heraus, dass Pnina sich in einen Araber verliebt hat, schwanger geworden und mit ihrem Mann und den arabischen Flüchtlingen aus den besetzten Gebieten geflohen ist. Ihr Lebensweg beschämt die Familie so sehr, dass das Geschehnis in der Familien verschwiegen wird.