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Galerie Einwand. Show-Room zur Geschichte und Gegenwart der Migration in München


 
 
Während eines der Gründungsmitglieder des migrantenstadl seine Professur vorbereitet, profiliert sich die andere mit kuratorischer Unruhestiftung im Münchner Stadtmuseum: ------ In der Spielzeit 2021/22 durfte sie die Galerie Einwand kuratieren, also Gastgeberin sein, Freund*innen einladen, andere Sprechweisen kultivieren, Çay trinken, zum Trinken verführen, Texte pressen, Themen setzen, Türsteherin spielen, den ersten Münchner Tee-Turm installieren, putzen, post-/migrantische Erinnerungen kultivieren, Bücher empfehlen, Geschichten sammeln und Menschen versammeln. Ja das macht Spass! Deswegen gibt es auch ein lustiges Video, das in dieser Spielzeit entstanden ist. Eine Ode an die Galerie Einwand, wie es sein sollte, sein könnte, wie es war, wie es sein und wie es gewesen sein wird! Elhamdüllilah! (sprich: Elham didel dudel).
 

Çay mal ehrlich - Podcast in der Galerie Einwand

 

Fotocredits: Tuna Familie, München Fotocredits: Tuna Familie, München 

PODCAST „Çay mal ehrlich“ in der Galerie Einwand

Live-Video-Stream am 15.12. 2021 um 19 Uhr

Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums zum Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei, laden das Münchner Stadtmuseum gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Bayern virtuell in die Galerie Einwand zum Live-Podcast ein. Gastgeberinnen sind Şahika Tetik und Hülya Weller, die im Rahmen ihres Podcasts "Çay mal ehrlich" eine Trilogie als Hommage an die türkeistämmigen Arbeiter*innen entworfen haben.

Am 30. Oktober 1961 vereinbarte das Auswärtige Amt in Bonn mit der türkischen Botschaft die zeitlich befristete Entsendung von Arbeitskräften aus der Türkei nach Deutschland. Dieses bilaterale Abkommen prägt bis heute die Gesellschaften in beiden Ländern und die Biografien vieler Familien in Deutschland – auch die der Podcasterinnen. Das Jubiläum ist ein Anlass zu feiern und die Lebensleistung der sog. Gastarbeiter*innen und der Folgegenerationen zu würdigen.

Die Podcastreihe beleuchtet die herausragenden Lebensleistungen und oft schmerzvollen Erfahrungen dieser Menschen und bietet gleichzeitig rechten und rassistischen Narrativen die Stirn.

Der dritte und letzte Teil ihrer Trilogie wird live aus der Galerie EINWAND des Münchner Stadtmuseums gestreamt. In diesem Gespräch werden Şahika Tetik und Hülya Weller zusammen mit Tunay Önder von der Galerie EINWAND über Lebensrealitäten von „Gastarbeiter*innen“ und deren Nachkommen, über Begrifflichkeiten und Perspektiven der Migration diskutieren.

Der erste und zweite Teil dieser Reihe sind jederzeit abrufbar unter https://caymalehrlich.podigee.io/7-trilogie-60-jahre-anwerbeabkommen-teil-1.Sie verhandeln die persönliche Geschichte der Podcasterinnen und die Geschichte jener Frauen, die auf eigene Faust emigriert sind.

 

Der dritte und letzte Teil der Trilogie wird am 15.12.21 um 19 Uhr live aus der Galerie EINWAND gestreamt. Sie gelangen über folgenden Link dorthin: https://www.instagram.com/caymalehrlich/

Der Podcast ist im Anschluss hörbar unter: https://caymalehrlich.podigee.io/
Den Video-Livestream finden Sie im Anschluss auf der Website des Münchner Stadtmuseums, unter der Rubrik Galerie EINWAND.

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In dem Podcast Çay mal ehrlich von Şahika Tetik und Hülya Weller geht es um das Aufwachsen und Leben in zwei Welten, zwei Kulturen und zwei Realitäten - die deutsche und türkische bzw. die österreichische und türkische. Bei einem türkischen Schwarztee (Çay) teilen sie mit der Zuhörer*innenschaft was sie bewegt. Zwei Freundinnen also, die sich reinen Çay einschenken! Mal humorvoll, mal ernst, mal traurig, mal freudig. Aber immer ehrlich!

Idee und Konzept: Şahika Tetik und Hülya Weller 
Produktion, Musik, Technik: Raphael Weller'
Instagram und Facebook: @caymalehrlich
Technische Umsetzung des Live-Streams:

Bauhaus Filmwerkstatt (Sophie Zellner, Sebastian Baumann)

migrantenstadl boxt sich durch - Wiesbaden Biennale

Die ästhetische Dimension von Boxen ist total unterschätzt. Isso!
 Die Wiesbaden Biennale 2018 fand diesmal unter dem Motto BAD NEWS statt. Da durfte das Migrantenstadl natürlich nicht fehlen! Wir haben die Theaterspielstätte Wartburg mit allen Mitteln der Kunst und Kommunikationskultur besetzt. Neben gehobenen Gesprächen wurden Boxkämpfe augetragen. Es gab gebrochene Nasen, Kaviar, Donnerstagspredigt, Rap. Wir haben uns mit unserer Meinung verewigt, und parallel dazu nahmen die Dinge ihren Lauf - um es in den Worten von Celo&Abdi zu sagen.


Eines der absoluten Höhepunkte berscherrte uns die Boxgala des Wiesbadener Golden Boxing Gym und Rachid El Bakri:

Team El Bakri & Wiesbaden Golden Box Gym. Einfach nur Hammer!
Golden Boxing Gym gehören zu den erfolgreichsten Vereinen der deutschen Boxszene: Hier trainieren Deutsche Meister genauso wie die Nachwuchsstars aus dem Westend.  Für einen Abend verwandelten sie das Migrantenstadl in eine Boxarena der Extraklasse. Spektakuläre Kämpfe im gediegenen Ambiente des historischen - und vollkommen überfüllten - Ballsaals.

Volles Programm: Boxer, Schieri, Punktezähler, Vereinspräsidenten, alles, was das Herz begehrt!

Chabos und Babos: machen den Germans Angst.
Wer migrantenstadl sagt muss auch German Angst sagen, denn kein Feindbild wird derzeit sorgfältiger ausschraffiert als der männliche, muslimische Migrant: Er ist die perfekte Projektionsfläche für rassistische, klassistische und antimuslimische Ressentiments über nahezu alle politischen Lager hinweg. Grund genug für das migrantenstadl das Ballhaus komplett mit einem Boxclub zu besetzen. Warum auch sollten weiße Schnösel wie Sarrazin&Co Literaturhäuser füllen, während Boxer und Shisha-Raucher in den Hinterhäuser verbleiben?


Fouad Sinouh (Boxmeister), Tunay Önder (Wortboxerin), Tamer Düzyol (Boxershorts-Träger), Kirsten Neumann (Boxanalystin)
Vor dem Boxkampf diskutierten Boxer und Denker über neonazistische Anschläge und das Erstarken rechter Ideologien: Sie sind die extremste Variante einer Einstellung, deren abgeschwächte und strukturelle Form Betroffene aus ihrem alltäglichen Leben kennen. Nicht umsonst formierte sich in den 90ern die Antifaşist (Antifa) Gençlik, die aus migrantischer Vereinskultur und Jugendbanden heraus entstand. Angesichts gegenwärtiger Zustände stellt sich die Frage dringender denn je: Wie wollen wir mit der Parallelgesellschaft der Neuen Radikalen Rechten umgehen? Sollten wir etwa mehr ins Boxen und Selbstverteidigungskurse investieren statt in Bildung?  

Faust gegen Rechts, Fragezeichen.
 
       

Einmal Wiesbaden Biennale hin&sürük !










11 TAGE MIGRANTENSTADL

AUF DER WIESBADEN 

BIENNALE 2018.





INTEGRIERT EUCH NICHT 

 - KANAKISIERT EUCH !






"Donnerstagspredigt" von Emine Aslan

Furat Abdulle, Miene Waziri, Imad Mustafa




Boxen ist eine Kunst, die ins Theater gehört. 


Fouad Sinouh, Tunay Önder, Tamer Düzyol, Kirsten Neumann

Imran Ayata & Bülent Kullukcu SONGS OF GASTARBEITER






















Guido Wenzel, Sanna Hübsch, Sherin


Dan Khánh Duyȇn Trần, Harpreet Kaur Cholia, Sina Yang


Ioana Tischkau, Nuray Demir, Furat Abdulle, Dan Khánh Duyȇn Trần

 Christian Mappala, Anita Balidemaj, Pooya 


Nadiye Ünsal, Furat Abdulle, Miene Waziri   



 Imad Mustafa, Armin Razmpush, Sherin, Tunay Önder, Nadiye Ünsal, Furat Abdulle, Miene Waziri


Westend Talk: Erdal Aslan, Mila Kovacevic, Herbert Cartus


Westend Talk: Abdül Akpınar, Janeck Altshuler

Fiete Aleksander - Datteltäter




 "Feminist Freestyle" von den Hübsch Sistaz

Marc Hill & Tamer Düzyol 

EBOW 

 Koray Yılmaz-Günay, Tunay Önder

 Politische Kunst und Boxen sind seelenverwandt: Beides erfordert eine Form von Besessenheit und Leidenschaft. 

 Die ästhetische Dimension von Boxen ist total unterschätzt. Isso!

Babos

Team El Bakri & Golden Box Gym Wiesbaden. Einfach nur Hammer!

Atdhe, Imad, Cuso, Sina, Sherin, Sanna, Patty 

Esther Dischereit, Tamer Düzyol, Seda Başay-Yıldız, Ferhat Epik

Tunay Önder, Seda Başay- Yıldız, Erdal Aslan

 Karagünlük: Die Tagebücher des Sesperado mit Mutlu Ergün-Hamaz




ESRAP aus Wien 



                        Imad Mustafa, Tuğba Önder, Abdül Yıldız, Şura Görmüş

Von Gastarbeiterkindern zu Gastgebern.
hinter der Bar: Caro, Maryam, Şura, Tamer, Süha






Extra-Ausgabe des Migrantenstadl für die Wiesbaden Biennale ZAYTUNG (12 Seiten,bunt)



(Fotos: Abdül Yıldız, Jeva Griskjane)

Der Dank geht an Maria Magdalena Ludewig, Martin Hammer und das gesamte Team der Biennale, Tilman Hatje, Erdal Aslan, Mensch! Westend, Şura Görmüş, Tamer Düzyol, Tuğba Önder, Nuray Demir, Rachid El Bakri & Golden Box Gym Wiesbaden, Abdül Mütalip Yıldız, Caroline Martin, Maryam, Amina Kaddour-Dugonjic, Süha Çakmak, Martina und Sabine, Peer, Klaus, Steffi, Harry, Mevlana Grill, Harput Restaurant & Bäckerei, Günay Fischrestaurant & Supermarkt, Anton Kaun, den Künstler*innen der Prime Time: Idil Baydar alias Jilet Ayşe, Emine Aslan, Esra und Enes Özmen alias EsRap, Mutlu Ergün-Hamaz, Fiete Aleksander & Datteltäter, Rabih Mroué & friends, Ebru Düzgün alias Ebow,  Bülent Kullukçu & Imran Ayata von Songs of Gastarbeiter, Sanna Hübsch & Khola Maryam Hübsch und den 168 Tischgästen der Tischgespräche: Furat Abdulle, Harpreet Kaur Cholia, Dan Khánh Duyȇn Trần, Sina Yang, Dagat Mera, Constantin Wagner, Koray Yılmaz-Günay, Marc Hill, Saba-Nur Cheema, Efsun Kızılay, Yalız Akbaba, Guido Wenzel, Atdhe M., diaspor.asia podcast, Pooya Shoyaee, Armin Razmpush, Sanna Hübsch, Kafä Kollektiv, Janeck Altshuler, Zoltán Suhajda Aladár, Ines Welge, Kris Kunz, Dirk Vielmeyer, Marco von Marle, Kirsten Neumann, Mila Kovacevic, Abdül Akpınar, Herbert Cartus, Giang Vu, Lina Siri, Christian Mappala, Misbah Arshad, Husamuddin Meyer, Karin Scherschel, Fouad Sinouh, Miene Waziri, Nadiye Ünsal, Ioana Tischkau, Esther Dischereit, Seda Başay-Yıldız, Ferhat Epik, Hendrik Hartemann, Apo von der Wellritzstraße und den 173 Stammbesucher*innen aus Wiesbaden, Ramzi, Isabelle, Mareike und Robert, Ariel, Uğur, Ömer, Kankalar, Ayşe, Fatma, Hayriye. 





Fußnote


# Pure Begeisterung nach 11 Tagen Migrantenstadl auf der Wiesbaden Biennale #Ästhetische Impulse für ein postmigrantisches Gesellschaft gesetzt! #Herrschenden Blick auf Migration, Migrant*innen, Migrantenkinder und Mehrheimische umgekehrt #Rassistische Zuschreibungen zurückgespiegelt #Dominante Narrative über diese Bevölkerungsgruppen gebrochen#Wider jeder Erwartung ist niemand schreiend oder empört davongelaufen. Wow!#Verifiziert: Die Power von Gesellschaftskritik im Kunstkontext hängt davon ab, ob man sich beim Kuratieren klar macht, wer für wen symbolische Güter produziert. Das Migrantenstadl hat die gewohnten Verhältnisse radikal umgekehrt. Und das hat gut funktioniert. #We the People!#Wir werden mit dem Migrantenstadl weiter migrieren!#Danke für die Blumen, Siebdrucke, Musik, Schokolade, Baklava, Tee, Tränen und Liebesbriefe!