Vom Arbeiterkind zur Professur - Buchempfehlung

Liebe Freund*innen der vielfältigen Mobilität 

Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie man* sich aus einem proletarischen Elternhaus kommend den Weg in den Elfenbeinturm der Universität ebnet, findet in diesem Büchlein einige Analysen und spannende Erfahrungsberichte von Professor*innen, die durchaus Aufschluss darüber geben, welche Faktoren eine Rolle spielen, um zu einem statistischen Wunder im klassistischen Gesellschaftsspiel zu werden

 Als Prelude empfiehlt sich die Lektüre von Didier Eribon's Rückkehr nach Reims, dessen Zitat das Vorwort dieses bemerkenswerten Buches schmückt                                                                                     

 Print, 28,00 EUR
 2/2020, 438 Seiten
 Klebebindung
30 SW-Abbildungen
ISBN 978-3-8376-4778-5
www.Transcript-Verlag.de
 

 

Poetische Kämpfe: Unsere Waffen sollen unsere Worte sein*

Text: Wörterayntoff II, Migrantenstadl. Grafik: El Boum,
 
http://www.district-berlin.com/de/poetische-kaempfe/








*** of Color

 
Design: Rosa Kammermeier





EINLADUNG:
KRANHALLE FEIERWERK MÜNCHEN, 27.3.2020, 16h - 22h
!!!   COOLEST  HOTSPOT  IN TOWN   !!!


HOME.RUN zu Gast im Studio Ö



Theater als Kritik. Buchempfehlung

Theater als Kritik

Theorie, Geschichte und Praktiken der Ent-Unterwerfung

Vor dem Hintergrund der Krise klassischer Begründungen des Theaters sowie der Kritik am Theater beleuchten die Beiträge des Bandes dessen Geschichte, Theorie und Fragen neu. Hierbei stellen sie nicht die Gegenstände der Kritik des Theaters zur Debatte, sondern präsentieren aktuelle Untersuchungen zum kritischen Potenzial von Theater – und zum Theatralen der Kritik.

Herausgeber*innen: Olivia Ebert, Eva Holling, Nikolaus Müller-Schöll, Philipp Schulte, Bernhard Siebert, Gerald Siegmund.
Published in 2018, 578 Seiten, 39,99 Euro
ISBN: 978-3-8376-4452-4
Mehr Infos und Bestellung bei Transcript


Theaterprojekt RECHT(S) - Über das Verbrechen an Marwa El-Sherbini

 

Es war der erste antimuslimische Mord in Deutschland: Vor 10 Jahren wurde 
Marwa El Sherbini in einem Dresdner Gerichtssaal vor den Augen von Anwälten, 
Richter, Staatsanwältin, Schöffen mit 18 Messerstichen getötet. Mit diesem 
unfassbaren Verbrechen beschäftigt sich die wunderbare Ayşe Güvendiren in 
ihrem aktuellen Theaterprojekt RECHT(S). 


Jannik Mioducki, Anna Mattes während der Proben zu "Recht(s) - Über das Verbrechen an Marwa El Sherbini"

Amie Jammeh, Anna Mattes, Jannick Mioducki


Die Arbeit „Recht(s)“ versucht mit poetischen Skizzen Bedeutungsschichten 
des Attentates auf Marwa El-Sherbini freizulegen. Ausgehend von dokumen-
tarischem Material, Gerichstprotokollen und Medienberichten wird der antimuslimische
Mord an Marwa El-Sherbini neu befragt: Hätte wirklich niemand ahnen können, 
dass der Angreifer zu so einer Tat fähig ist, wie es in einer Stellungnahme 
der Justizbehörden heißt? Warum wurde die Gewalt, die in dem Brief des Täters 
zum Ausdruck kam, nicht ernst genommen? Und hätte die Staatsanwaltschaft genauso 
gehandelt, wenn der Hassbrief von einem Muslim verfasst worden wäre? 
 

Uraufführung am 5. Juli 2019 im HochX

Recht(s) – Über das Verbrechen an Marwa El-Sherbini 
05. Juli 2019 (Uraufführung), 20.00 Uhr, HochX 
Mit: Anna Mattes, Yannik Mioducki, Amie Jammeh 
Inszenierung: Ayşe Güvendiren | Bühnenbild: Anna Knöller 
Kostümbild: Melina Poppe | Musik: Florian Paul 
Mentor: Nuran David Calis | Dramaturgie: Tunay Önder 
 
Weitere Vorstellungen: 06. und 07.Juli Weitere Informationen 
sowie Bildmaterial finden Sie unter www.muenchner-kammerspiele.de  




Sonderpreis vom institut für leistungsabfall und kontemplation geht an Tunay Önder

MÜNCHEN - Tunay Önder erhält den diesjährigen Sonderpreis für besondere Leistungen auf dem Gebiet des Leistungsabfalls und der Kontemplation. Das Institut für Leistungsabfall und Kontemplation ist ein renommiertes Unternehmen des Großmoguls Martin Krejci mit Sitz in München. Erstmalig vergibt das Institut den Sonderpreis, um herausragende Ergebnisse und Erfolge, die ohne jede Mühe geleistet wurden, angemessen zu würdigen. (dpa) 







Visitenkarte, institut für leistungsabfall und kontemplation




Wie Christlich ist unsere Gesellschaft? Ein Buch von Birgit Rommelspacher

Bücherempfehlung


Liebe Bücherwürmer und Leseratten des Migrantenstadl,



heute sei ein Buch empfohlen, das aus der Feder von  Prof. Dr. Birgit Rommelspacher stammt, und nach ihrem frühen Tod (2015) posthum veröffentlicht wurde. Ihre ehemaligen Studierenden schreiben über Birgit Rommelspacher, dass "ihre Analysen, Gedanken und Anregungen breite Wirkung" entalteten, und ihre "mutige Auseinandersetzung mit Ungleichheits- und Herrschaftsverhältnissen, ihre Pionierarbeit zu Sexismus, Antisemitismus, Rassismus, Antiislamismus und Rechtsextremismus" wegweisend gewesen sind.

So wundert es kaum, dass sie es war, die den Begriff "Dominanzkultur" geprägt hat. Ohne diesen Begriff wäre der Diskurs über die  Postmigrantische Gesellschaft und Dekolonisierung gar nicht mehr denkbar. Und mit ihren Beobachtungen zu antimuslimischen Tendenzen in der Frauenbewegung scheint Frau Rommelspacher ebenso einen wichtigen Nerv unserer Zeit getroffen zu haben.